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Kurt Steindl´s Blog

10. Hacker Pschorr Wirteforum

Kreuzfahrt versus Ferienhotellerie

Kurt Steindl, 10. April 2015

Gerade eben sind wir von einer Mittelmeerkreuzfahrt zurück. Eine Woche an Bord und (fast) jeden Abend in einer anderen sehenswerten Stadt. Das macht den besonderen Reiz einer Kreuzfahrt aus. Während es früher astronomisch teuer war, sich auf eine Seereise zu begeben, kann man mittlerweile zu erschwinglichen Preisen die Küsten erforschen. Deshalb boomt diese Art des Reisens auch derartig.

Natürlich erwartet man auch heute noch eine erstklassige Verpflegung und ein exzellente Dienstleistungen. Ein Hauch von Exklusivität und Noblesse darf dabei nicht fehlen. Also buchten wir eine Kabine. Wir wollten die Reise aus der Sicht eines Hoteltesters bestreiten und herausfinden, was auf den Schiffen anders läuft als in guten Häusern an Land. Warum die schwimmenden Hotels einen derartigen Zustrom verzeichnen, dass sie bereits Monate im Voraus ausgebucht sind.

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Hoteltestungen

Kurt Steindl, 13. Februar 2015
Entscheidend ist es also, wodurch wir uns von den Mitbewerbern unterscheiden. Sich mit den großen Hotelketten zu messen, wäre für die Ferienhotellerie fatal. Dort werden andere Erträge erzielt, weil die Ausgabenseite auf ein absolutes Minimum reduziert wird. Exzellente Küche, persönliche Betreuung und wirklich motivierte Mitarbeiter sind dort eher selten anzutreffen. Da hat die Ferienhotellerie ihre absoluten Stärken.

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Eine herkömmliche hierarchische Unternehmensführung ist ineffizient

Kurt Steindl, 13. Oktober 2014

Die Weise, wie Menschen sich bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts gesehen haben unterscheidet sich deutlich von der heutigen Sicht. Damals hat sich das Individuum dem Ganzen gerne unterstellt – zum Wohle des Ganzen. Das Wohl des Ganzen war das Primäre. Die Person an sich – das Ich – war sekundär.

Das hat sich drastisch geändert: Der Mensch sieht sich zunehmend als Mittelpunkt. Das hat aber nichts mit Egoismus oder „sich-wichtig-machen“ zu tun, sondern ist Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins, eine andere Ansicht des Menschen über sein Leben. Der Mensch möchte sich selbst verwirklichen aber immer noch im Zusammenhang mit anderen. Er will nicht alleine sein, er will Spielgefährten haben. Aber er will sich selber einbringen und sich auf diese Weise auch als erfüllter Mensch erleben. Das heißt, dass das Führen heutzutage viel mehr dem Individuum Rechnung tragen muss, als da früher der Fall war.

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Die kastrierte Kettenhotellerie ist der Untergang der guten Hotellerie

Kurt Steindl, 08. Juli 2014

Ein provokanter Titel, ich weiß. Aber das Thema ist so dringend, dass es mir angemessen erscheint. Kettenhotels und leider auch oft Stadthotels haben aufgehört sexy zu sein. Sie machen eher den Eindruck eines kastrierten Daseins. Wo früher Inspiration und Leidenschaft zu spüren war, regieren heute Gleichgültigkeit und Geschäftstüchtigkeit. Der Gast wird nicht mehr als Mensch wahrgenommen, sondern eher als wandelnder Euroschein, als Umsatzbringer, aus dem es das Maximale an Umsatz herauszupressen gilt. Natürlich gibt es auch positive Ausnahmen, leider überwiegen aber die negativen Beispiele deutlich.

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Das fühlende Wesen

Kurt Steindl, 23. Mai 2014

Bereits lange bevor der Mensch zu denken beginnt, verfügt er bereits über die Fähigkeit zu fühlen. Südafrikanische Forscher haben festgestellt, dass Embryos bereits mit acht Wochen auf Berührungen reagieren. Zwillinge berühren einander bereits im Mutterleib mit den Händen und ertasten ihr Gegenüber. Etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche reagieren Embryos auf akustische Reize und zucken zusammen, wenn ein lauter Knall zu hören ist und scheinen aufmerksam zuzuhören, wenn leise Geräusche zu vernehmen sind.

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Wertvolle Entscheidung

Kurt Steindl, 27. März 2014

Uli Hoeneß wurde zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen Steuerhinterziehung von annähernd 30 Millionen Euro. Spekulationen an der Börse haben ihn gierig gemacht und er wurde zum Zocker, so sein Eingeständnis. Das alleine wäre schon verwerflich, schließlich ist Börse nicht wirklich WERTvoll, sondern vielmehr das Gegenteil.

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One day Baby, we´ll be old …

Kurt Steindl 

Vielleicht haben Sie schon von Julia Engelmann gehört? Eine Poetry Slammerin aus Bremen. Ihr YouTube-Video über Ihren Auftritt an der Uni Bielefeld wurde mittlerweile mehr als fünf Millionen Mal angeklickt. Warum ich darüber schreibe? Weil die junge Dame den Meisten von uns aus der Seele spricht.

Sie bezieht sich auf eine Zeile eines Popsongs: ”One day Baby we´ll be old, oh Baby we´ll be old and think about the stories that we could have told.”

Hierzu Julia Engelmann:
“Eines Tages, Baby werden wir alt sein, … und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

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Im Musiktheater …

Kurt Steindl 

Magic Moments entstehen durch ein aufrichtiges Interesse am Wohlergehen des Gastes. Bei uns in Linz hat ja vor einigen Monaten das neue Musiktheater eröffnet und die Szene überschlägt sich fast vor Begeisterung. Erstklassige Akustik, moderne Gestaltung, eine Bühne, die alle Anforderungen an ein großes Haus erfüllt … Inkludiert ist natürlich auch ein Restaurant, das ebenfalls große Erwartungen schürt. Deshalb haben wir es gestern Abend gemeinsam mit unseren Kindern besucht. Eines gleich vorweg: Es war der allererste Restaurantbesuch seit sehr langer Zeit, bei dem wir bewusst kein Trinkgeld gegeben haben.

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Magic Moments bei Beschwerden

Kurt Steindl 

Ja, der Gast hat immer Recht. Trennen Sie sich von dem Gedanken, dass es gerechtfertigte und ungerechtfertigte Beschwerden gibt. Der Gast, der sich beschwert, fühlt sich im Moment der Beschwerde im Recht. Auch wenn er eine Stunde später draufkommt, dass er eigentlich Unrecht hatte. Es gilt deshalb, jede – aber auch wirklich jede – Beschwerde ernst zu nehmen und entsprechend zu behandeln. Reagieren Sie auf jede Unmutsäußerung höflich und gästeorientiert.

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Hotelmarketing muss wieder glaubwürdig werden

Kurt Steindl 

Vor einigen Wochen war ich in einem sehr bekannten Hotel in Österreich, das für seine ungewöhnlich erfolgreiche Außenkommunikation schon Preise erhalten hat. Und tatsächlich, die Marketingmaschinerie scheint sehr gut zu laufen. Kaum ein Bekannter, der dieses Hotel nicht kennt. Touristikern ist es sowieso ein Begriff.

Also schaute ich zur Einstimmung auf der Website nach. Diese verspricht ein luxuriöses Domizil mit allerhöchsten Standards, ein exklusives, hochwertiges Ambiente, hochkarätige Spa- und Beauty-Treatments und kulinarische Hochgenüsse. Eine Fülle von Auszeichnungen sind da angeführt. Die Bilder zeigen abenteuerliche Extras, weiträumige Zimmer, glücklich lächelnde Mitarbeiter, … Dementsprechend groß waren meine Erwartungen für den Besuch.

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Quo Vadis Hotellerie

Kurt Steindl 

In Österreich hat vor wenigen Wochen das erste Ritz Carlton eröffnet. Großer Bahnhof in Wien. Allerhand Prominenz. Die Medien berichten darüber, die Zeitungen schreiben über Details und Stars. Im Zuge dieser Berichterstattung sind allerdings auch bedenkliche News zu erfahren. In diesem noblen Wiener Stadthotel gibt es eine exklusive Bar mit einem entsprechenden Ambiente und einem hochwertigen Angebot. Sie dürfen sich aber leider nicht einfach irgendwo hinsetzen. Da gibt es zum Beispiel einen Bereich an dem eine Mindestkonsumation von 400 Euro vorgeschrieben ist. Ja, Sie haben richtig gelesen: Wenn Sie dort Platz nehmen, dürfen Sie nicht selbst entscheiden, wie viel Sie an diesem Abend ausgeben wollen. Nein, man legt einen Mindestumsatz für Sie fest. Wenn Sie darunter liegen wird einfach aufgebucht. Wenn Sie darüber sind, dann wird das wohlwollend registriert.

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