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Newsletter 150

Service-Kick 150

Serviceexperte

vom 08. Juni 2017

1. Essay: Service an der Rezeption
2. Wissen: Erfolg in der Hotellerie ist ganz einfach
3. Preise: Pauschalen und Pakete sind Gift!
4. Seminar: Praxistraining Rezeption. 3 volle Tage Praxis pur!
5. Story: Als Frau Karriere machen, Teil 6


Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser, 

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Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser, 

gerade komme ich von einem Hotel zurück, in dem ich die Mitarbeiter an der Rezeption in Verkauf und Beschwerdemanagement schulen durfte. Dabei ist mir, wie so oft in den letzten Jahren, etwas aufgefallen.

Ich bin tatsächlich erstaunt, mit welchem geringen Praxiswissen junge Leute aus den einschlägigen Schulen kommen. In diesem Seminar waren die Teilnehmer bunt gemischt. Von der erfahrenen Rezeptionsleiterin bis zu sehr jungen Schulabgängern, gerade eben frisch von der Schulbank, war querbeet alles anwesend. Zwei junge Mädchen sind mir da besonders in Erinnerung. Die eine war Absolventin einer renommierten Tourismusschule und hatte damit eine fünfjährige einschlägige Ausbildung hinter sich und die andere hatte eine Lehre als HGA (Hotel- und Gastgewerbeassistentin) abgeschlossen. Da sollte man doch meinen, dass beide gut geschult und voll mit Praxiswissen ihr Berufsleben antreten. Leider weit gefehlt.

Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Die beiden jungen Damen waren äußerst engagiert und interessiert und haben das gesamte Seminar über mit ihrem Wissensdurst geglänzt. Denen etwas vorzuwerfen, wäre falsch. Da muss man schon die Ausbildungen in die Kritik nehmen. Wie kann es sein, dass beide nach mehrjährigen schulischen Ausbildungen, die mit Praktika und Lehrbetrieb ergänzt werden, so wenig Ahnung von einem Rezeptionsbetrieb im Hotel haben? Der Ablauf eines guten Check-ins war ebensowenig vorhanden, wie Kenntnisse im Telefonverkauf, Umgang mit Beschwerden oder allgemeines Servicewissen.

Wohlgemerkt, die beiden haben sich in den zwei Tagen mit Wissen vollgestopft und jede Menge interessierter Fragen gestellt. Es waren sogar die lehrreichsten Tage zum Thema Rezeption in ihrem Leben, so erklärte die ältere der beiden Mädchen. Es erhebt sich daher die ernstgemeinte Frage: Was lernen unsere Tourismusschüler eigentlich für den beruflichen Alltag? Die Antwort ist leider beschämend für das Tourismusland Österreich. Viel Theorie aber kaum Praxis. Ja, es ist sogar noch viel schlimmer! Viele Lehrer in den staatlichen Berufs- und Tourismusschulen haben die Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte offenbar verschlafen oder ignoriert. Was kann ein Tourismusschüler schon von einem Lehrer lernen, der selbst vor zwanzig Jahren aufgehört hat in diesem Beruf zu arbeiten und (oh, Schande) sich auch nicht weitergebildet hat?

Die Zeiten haben sich massiv verändert. Die Gäste haben sich verändert. Das Internet hat die gesamte Wirtschaft und speziell die Tourismusbranche verändert. Die Herausforderungen sind gestiegen, die Anforderungen damit auch. Das Wissen von gestern hilft in diesen disruptiven Zeiten nicht. Wir müssen auf die geänderten Erwartungen und Vorstellungen der Menschen Rücksicht nehmen und bisherige Standards über Bord werfen. Als Taktgeber dafür müssen die Ausbildungsstätten unseres Nachwuchses in die Pflicht genommen werden. Moderne Ausbildungspläne, die die Praxis abbilden, statt verstaubter Regularien. Verpflichtende Weiterbildungen für Tourismuslehrer wären ein Anfang.

Ich habe selbst einige Jahre in einer Tourismusschule unterrichtet und darf natürlich nicht alle Lehrkräfte über einen Kamm scheren. Ich habe sehr engagierte und weitblickende Fachkräfte kennen gelernt, die sich sogar als Hoteltester in ihrer Freizeit betätigten, um am Puls der Zeit zu sein. Andererseits habe ich aber auch Unterrichtende erlebt, die im Lehrerpausenraum ausschließlich über ihr Hobby referiert haben. Die, eigenen Worten zufolge, nur deshalb Lehrer geworden sind, um mehr Freizeit zu haben.

Jeder ist seines Glückes Schmied und ich bin weit davon entfernt, jemanden seinen ganz persönlichen Lebensentwurf krumm zu nehmen. Nein, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Schließlich leben wir ein einem freien Land, wo jeder selbst entscheiden kann, wie er sein Leben gestaltet.

Ich verwehre mich aber ausdrücklich dagegen, dass damit auch der mühsam erarbeitete Sonderstatus der österreichischen Hotellerie vor die Hunde geht. Hier sind die Politik und auch die Vertreter der Wirtschaft gefragt. Anstatt die Richtlinien für die Hotelklassifizierung nach unten zu nivellieren, sollten die Richtlinien verschärft und die besten Hotels als Leitbetriebe vor den Vorhang geholt werden. Und vor allem muss die Ausbildung im Tourismus neu überarbeitet werden. Mehr Praxisstunden im Service, in der Küche und an der Rezeption und dafür deutlich weniger Theorie. Mehr Sprachen in der Ausbildung, statt eine Erhöhung der wöchentlichen Mathematikstunden. Mehr Klassengespräche über Servicekultur und Dienstleistungen im Alltag. Weniger unnützes Wissen, das unmittelbar nach der Klausur wieder vergessen wird. Mehr Lehrkräfte, die den Schülern die wundervollen Seiten der Branchen aufzeigen und Schule als das begreifen, was sie eigentlich sein sollte: Vorbereitung für das Leben.

Dann – und nur dann – werden wir unsere Sonderstellung im weltweiten Tourismus ausbauen können.
Kurt Steindl


1. Essay: Service an der Rezeption

Service bedeutet Dienstleistung. Da ist das Wort „dienen“ enthalten. Dienen bedeutet aber nicht unterwürfig und willfährig zu agieren, sondern vielmehr stolz und mit Ehrgefühl jemanden eine Freude machen.

Gute Hotellerie erkennt man daran, dass der Gast das Haus glücklicher verlässt, als er es betreten hat. Der Gast ist nicht König, sondern Mensch. Wir müssen diese tradierten und überholten Denkmuster endlich entsorgen und uns den modernen Zeiten stellen. Die Ansprüche der Gäste bestimmen unseren Service. Die wahre Größe eines Menschen erkennt man an seiner Bereitschaft für andere Menschen gerne da sein zu wollen. Es sind nicht die einstudierten Floskeln am Telefon (wem ist dieser unsägliche Schwachsinn eigentlich eingefallen?), die den Gast glücklich machen. Es sind vielmehr die zwischenmenschlichen Akzente, die wir zum Beispiel an der Rezeption, beim Check-in oder beim Service am Tisch setzen.

Einen gute Rezeptionistin versteht sich in erster Linie als Glücksbringerin und nicht als Informations- und Schlüsselgeberin. Eine gute Rezeptionistin versteht es, eine gute Beziehung zum Gast herzustellen. Sie spürt, was genau dieser Gast jetzt in dieser Situation benötigt. Ruhe, Aufmerksamkeit, Zuwendung, eine kleine Aufmunterung, ein tröstendes Wort. Die Kommunikation an der Rezeption muss von Empathie getragen sein. Spüren und fühlen. Aufrichtiges Interesse am Wohlergehen des Gastes. Kein gespieltes Interesse. Erst der Mensch dann die Dinge (den Satz habe ich erst kürzlich für ein großes Bankinstitut geprägt).

Wer nur Interesse am Geld des Gastes hat oder ihn lediglich als Auslastungsziffer sieht, wird scheitern. Wir haben es mit Menschen zu tun und nicht mit wandelnden Euroscheinen. Wie sagte Immanuel Kant: „Der Mensch darf niemals einem Zwecke untergeordnet werden, sonst verliert er seine Würde.“ Auch im europäischen Grundgesetz steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dem müssen wir speziell an der Rezeption Rechnung tragen. Schließlich ist das die Zentrale jedes Hotels. Hier laufen alle Fäden zusammen und hier wird auch das Geschick des Hauses entscheidend mitbestimmt.

Die vier M’s sind eine wichtige Voraussetzung. Man Muss Menschen Mögen! Sonst ist Service nicht vorhanden. Service an der Rezeption nimmt den Menschen wahr und trachtet danach Freude zu bereiten. Wer lediglich vorgegebene Standards erfüllt, betrachtet den Menschen als Zweck. Service beginnt dort, wo Standards enden. Beim Mehr. Service an der Rezeption heißt die Erwartungen der Gäste zu übertreffen. Mehr als das Nötige tun. Das heißt auch die vier M’s immer präsent zu haben.

Kurt Steindl


2. Wissen: Erfolg in der Hotellerie ist ganz einfach!

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Sie selbst sind bestimmt auch schon öfter in Hotels gewesen. Haben Sie sich da auch über manche Vorgänge gewundert?

Etwa, dass Sie, bevor Sie überhaupt einen Schlüssel zum Zimmer erhalten, erst einmal ein Formular zum Ausfüllen vorgelegt bekommen? Dass man Sie mit immer der gleichen Floskel nach Ihrer Anreise fragt? Dass man von Ihnen sogar zuerst eine Kreditkarte verlangt, bevor man Sie tatsächlich als Gast aufnimmt? Und dergleichen?

Erfolg in der Hotellerie ist tatsächlich ganz einfach! Es gibt einen einfachen Satz, der den Erfolg praktisch garantiert. Wer diesen Satz aufrichtig beherzigt und bis in kleine Details berücksichtigt, kann seinen Erfolg in der Hotellerie nicht verhindern. Ich garantiere es Ihnen. Neugierig, wie dieser Satz lautet? Hier kommt die Auflösung:

Die Bequemlichkeit des Gastes hat oberste Priorität!

Das ist es. Klingt doch einfach, oder? Wie so oft steckt der Teufel aber im Detail. Was bedeutet dieser Satz im Alltag? Wie können wir damit erfolgreich werden oder bleiben? Nun, indem wir uns immer wieder die Frage stellen: Sind die Abläufe in allen Bereichen für unsere Gäste einfach und bequem? Ist unsere Kommunikation einfach und klar? Lautet die Antwort ja, dann können Sie jetzt zu lesen aufhören. Sind sie es nicht, dann müssen wir sie ändern.

Nehmen wir das Beispiel Check-in: Der Gast hat vielleicht eine stundenlange, anstrengende Fahrt hinter sich, kommt müde an die Rezeption und jetzt wird ihm das Meldeblatt vor die Nase geknallt. Ist das bequem für den Gast? Wäre es nicht bedeutend schöner, ihn willkommen zu heißen, ihn vielleicht zu platzieren und ihm eine Erfrischung anzubieten? Oder ihn vielleicht zuerst sein Zimmer beziehen zu lassen, bevor wir ihn mit den Formalitäten belästigen? Wenn sich bei Ihnen jetzt ein „ja, aber“ breit macht, dann unterstelle ich, dass Sie zuerst an die eigene Bequemlichkeit denken und nicht an die des Gastes. (Der Statistik Austria ist es egal, wann der Gast das Meldeblatt unterschreibt.)

Anstatt ihn mit der unverwüstlichen Floskel „Hatten Sie eine angenehme Anreise?“ zu kompromittieren, könnten Sie ja vielleicht zeigen, dass Sie sich aufrichtig freuen, dass der Gast jetzt angekommen ist. Sie könnten ein nettes Gespräch führen, das dem Gast zeigt, dass Sie wirklich an ihm als Mensch und nicht nur an seinem Geld interessiert sind. Sie könnten ihn auch einfach in Ruhe lassen, damit er entspannt ankommen kann. Oder Sie fragen ihn vorsichtig nach seinen Wünschen. Sie überraschen ihn vielleicht mit einer kleinen Aufmerksamkeit und sind dabei charmant, höflich und humorvoll. Wenn Sie Ihre Gäste mögen, werden Sie schon spüren, was jetzt in dieser Situation richtig ist.

Übrigens, ein wirklich gutes Hotel würde von einem Gast niemals vorweg eine Kreditkarte als Sicherung verwenden. Dahinter steckt ja die Botschaft: „Lieber Gast, wir sehen dich als potenziellen Verbrecher, als Zechpreller und müssen uns gegen deine kriminellen Machenschaften schützen.“ Anständige Menschen würden so etwas nicht tun. Ein wirklich gutes Hotel würde auch kein Revenue Management als Preisgestalter verwenden. Aus der Sicht des Gastes bedeutet dies nämlich eindeutig, dass man die gleiche Leistung plötzlich überteuert anbietet. Der Volksmund sagt dazu: über den Tisch ziehen!

Wer es aufrichtig gut mit seinen Gästen meint, wird sich bemühen, die Abläufe so einfach und bequem wie möglich zu gestalten. Der wird niemals einen Menschen beschämen oder nötigen. Der wird Vertrauen säen und es ehrlich meinen. Gäste spüren das sofort und das ist der Grundpfeiler für nachhaltigen Erfolg!

 

Kurt Steindl

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3. Preise:  Pauschalen und Pakete sind Gift!

Kennen Sie das? Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint!

In Wahrheit ist es verrückt, was wir unseren Gästen oft antun. Zugegeben, die meisten meinen es gut und lassen sich aus falsch verstandener Fürsorge ein Übermaß an Paketen und Pauschalen einfallen. Damit zerstören wir in Wahrheit aber nicht nur nachhaltig unsere Preise, sondern machen es auch dem Gast schier unmöglich den Aufenthalt zu genießen.

Sehen wir uns die Sache etwas genauer an. Wer dem Gast Pakete und Pauschalen anbietet, …

1. … zerstört nachhaltig seine Preise.
Schnäppchenjagd scheint ja mittlerweile ein Volkssport geworden zu sein. Auch Menschen, die es sich leisten könnten, sind permanent auf der Suche nach dem niedrigsten Preis. Niedrige Preise haben allerdings den negativen Nebeneffekt, dass sie unserem Unbewussten Mängel suggerieren. Im Branchenblick 147 habe ich ausführlich darüber geschrieben. (hier können Sie nachlesen.) Pakete und Pauschalen werden jedoch nur zu einem Zwecke geschnürt. Preisersparnis!

Ein Gast, der jedoch ein einziges Mal von Ihnen eine Preisersparnis – oder anders und direkter formuliert, einen Nachlass – erhalten hat, ist sein ganzes Leben nicht mehr bereit, den vollen Preis zu zahlen. Diesen Gast haben wir damit bis an sein Lebensende verdorben.

2. … verdirbt dessen Aufenthalt.
In den Paketen und Pauschalen sind doch meist Zusatzangebote enthalten, die eben im Paket günstiger sind. Manche Hotels sind da sehr erfinderisch und machen dies sehr gerne, um Spa-Anwendungen zu forcieren. Da werden gerne auch Anwendungen und Specials inkludiert, die sich eher schleppend bis gar nicht verkaufen lassen. „Rosenblütenbad“, sei hier als Stichwort angebracht. Da sind dann gerne auch Massagen, Gesichtsbehandlungen oder Maniküren, sowie Augenbrauenzupfen, Wimpernfärben etc. enthalten.

Der Gast entscheidet sich also für eine der Pauschalen und hat sich in Wahrheit damit ein Problem gekauft. Da er es bezahlt hat, muss er jetzt alle Teile davon nutzen, sonst würde er ja praktisch für etwas umsonst bezahlt haben. (Sie merken schon, wie wir dadurch Gier entstehen lassen, oder?) Also muss er oder sie sämtliche Inhalte des Paketes, sämtliche Anwendungen in Anspruch nehmen. Ganz egal, ob er/sie sonst auch ein Rosenbad genommen hätte oder nicht. Gleichgültig, ob es an der Zeit ist, die Wimpern nachfärben oder die Augenbrauen zu zupfen. Es ist bezahlt, also wird es auch gemacht. Dass dabei der Erholungsfaktor auf der Strecke bleibt, wird in Kauf genommen. Von einem Termin hetzt er oder sie zu anderen. Freizeitstress nennen das die Forscher. Irgendwie wahnwitzig, oder?

Jetzt mal ganz ehrlich. Wer anständig kalkuliert, kann keine Preisnachlässe geben und auch keine Pakete anbieten. Wer so agiert, kann entweder nicht kalkulieren oder ist schon so in der Not, dass er jeden Preis akzeptiert. Hauptsache es kommt noch ein Gast ins Hotel. Aber Achtung: Wer den Wettbewerb ausschließlich über den Preis führt, muss wissen, dass dies zu einer Rendite von NULL führt. Das ist der sicherste Werg in den Ruin. Denn irgendwer wird immer noch billiger sein, noch weniger kalkulieren und noch verzweifelter sein.

Preisgestaltung ist auch eine Sache des Selbstverständnisses. Eine Frage der Servicebereitschaft. Wer immer ein klein wenig mehr an Dienstleistungen bietet als der Gast erwartet, kann seine Preise freier wählen. Das garantiere ich!

Kurt Steindl

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4. Seminar

Praxistraining Rezeption

Professionelles Rezeptionsmanagement

Begeistern Sie Ihre Gäste vom ersten Moment an

19.-21. Juni 2017
Hotel Post, St. Johann in Tirol
Die Zeiten haben sich geändert und die Anforderungen an die Mitarbeiter an der Rezeption steigen von Jahr zu Jahr. Was noch vor wenigen Jahren gut funktioniert hat, um das Haus zu einer guten Auslastung zu führen, ist heutzutage oftmals bereits unwirksam. Hinzu kommt auch noch die eher mäßige Ausbildung des Nachwuchs, die an der Rezeption erst die tägliche Praxis lernen müssen. Dafür ist aber in der Dringlichkeit des Alltages nicht ausreichend Zeit. Neue Mitarbeiter kosten Geld und sollen rasch Ergebnisse liefern.

Speziell der Zimmerverkauf hat sich dramatisch verändert. Während die Mitarbeiter an der Rezeption und in der Reservierungsabteilung noch vor wenigen Jahren mit einschlägigen Techniken erfolgreich waren, sind heute andere Skills erforderlich, um den Gast von der Anfrage zur Buchung zu führen. Wie Sie eine deutliche höhere Abschlussquote erzielen, erfahren Sie in diesem Seminar.

Nur die wenigsten Gäste beschweren sich. Die meisten unzufriedenen Gäste verlassen das Hotel und kommen einfach nicht wieder. Deshalb müssen wir sensibel darauf achten, an welchen konkreten Verhaltensweisen wir Unzufriedenheit bereits im Ansatz erkennen können und sofort darauf reagiert. Wie? Das lernen Sie in diesem Seminar.

Das sind nur zwei Beispiele für die Notwendigkeit eines Praxistrainings. In drei vollen Tagen erfahren die Teilnehmer, wie sie …

  • … besser verkaufen
  • … einfacher zum Abschluss kommen
  • … das Angebot emotionalisieren
  • … wie man mit konkreten Empfehlungen Zusatzverkäufe generiert
  • … wie man bereits beim Check-in den Fokus des Gastes ins Positive lenkt
  • … wie man die Körpersprache des Gastes liest
  • … welche psychologischen Hintergründe das menschliche Verhalten prägen
  • … wie man mit schwierigen Gästen umgeht
  • … wie man Beschwerdegespräche erfolgreich führt
  • … wie man Unzufriedenheit bereits im Ansatz erkennt und richtig reagiert
  • … wie man beim Check-out die Voraussetzungen für den nächsten Besuch schafft
  • … und Vieles mehr.

Mehr als hundert Tipps und Anregungen für die tägliche Praxis vom Serviceflüsterer Kurt Steindl.

Hier lesen Sie die Details.
Hier können Sie sich gleich einen Seminarplatz sichern.


5. Story: Als Frau erfolgreich (nicht) Karriere machen

lady-in-redDiese Zeilen sind kein Ratgeber á la „In fünf Schritten zum Erfolg“. Zu unterschiedlich sind die Menschen, ihre Schicksale und vor allem ihre Geisteshaltung, als derartige „Ich-weiß-wie-du-dein-Leben-gestalten-sollst-Bücher“ in ihrer Begrenztheit zu erfassen vermögen.

 

Ich möchte Ihnen, verehrte Leserin vielmehr ein paar Gedanken näherbringen, wie ein Mann den Karriereweg einer Frau sieht. Allerdings nicht in Form einer Aneinanderreihung von nützliches To-Do´s. Wesentlich nützlicher für Sie scheint mir, dieses Thema VERKEHRT HERUM aufzuziehen. Anregungen anzuführen, wie Sie Ihre Karriere wesentlich behindern können. Mit welchen Aktivitäten Sie sich selbst in ein schlechtes Licht rücken und so Ihr berufliches Fortkommen erschweren.

Fangen wir also an, Ihre Karriere den Bach runter gehen zu lassen. Was sollten Sie tun, um den beruflichen Aufstieg mit Sicherheit an die Wand zu fahren. Bereit? Na dann los.

 

 


 

Bürstzeiten sind ein Muss

Wenn Sie lange Haare haben, dann sollten Sie der Pflege Ihrer Pracht ausgiebig Zeit geben. Nehmen Sie Ihre Lieblingsbürste mit ins Büro und sorgen Sie für regelmäßige Bürstzeiten. Auf keinen Fall stecken Sie Ihre Haare zusammen oder binden diese zu einer Ponyfrisur. Schließlich hat es Jahre gedauert, bis diese schönen langen Haare gewachsen sind. Sie jetzt zu verstecken, wäre geradezu ein Frevel. Mit offenen, langen Haaren symbolisieren Sie zudem sanfte Weiblichkeit. Sie werden damit vornehmlich als Frau wahrgenommen und nicht nur als kompetente Mitarbeiterin. Eine wahre Wohltat in der harten Männerwelt.

Ich empfehle Ihnen, liebe Leserin, lassen Sie sich auch keine Stirnfransen schneiden, sondern legen Sie die Haare in einer leichten Wellenbewegung quer über den oberen Teil des Gesichtes. Wenn Sie dabei ein Auge verdecken können, dann zeigen Sie, dass sich in Ihnen auch Geheimnisvolles verbirgt. Trainieren Sie sich dazu vielleicht auch noch eine geschmeidige Handbewegung an, mit der Sie die Haarsträhnen aus dem Gesicht streichen. Wir bewegen uns ja allgemein viel zu wenig. Das fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem. Wer dahinter bloß Eitelkeit vermutet, hat den Ernst der gesundheitlichen Vorsorge am Arbeitsplatz nicht erkannt.

Hart bis in die Haarspitzen

Sind Sie ein Kurzhaartyp, dann bitte streng! Ein Scheitel wie mit dem Lineal gezogen, die Stirn mit einer Haarklammer freigehalten und den Herren angepasst. Ist Ihnen das zu verweichlicht, dann gleich rasant kurz. Also Stoppelfrisur. Ist doch besonders bequem zu handhaben. Man erspart sich diese lästige Haarwascherei, sondern fährt sich einfach mit nassen Händen durch die Stoppeln. Fertig!

Außerdem demonstrieren Sie mit einer derartigen Frisur, dass Sie sich auch in der harten Männerwelt durchsetzen. Dass Sie Ihren Mann stehen! Dass Sie hart und kompromisslos für Ihre Ziele einstehen und sich durch nichts und niemanden davon abbringen lassen. Diesen Eindruck können Sie noch verstärken, indem Sie sich gleich eine Vollglatze scheren lassen. Gesunde Frauen mit Glatze sind extrem selten und man wird Sie mit Respekt behandeln.

Grün, pink, … so wie Haare eben sind

Wenn Sie sich für ein Mittelding entscheiden, also mittellange Haare, dann haben Sie schlechte Karten. Das haben schließlich auch die meisten Konkurrentinnen. Da müssen Sie sich schon was Besonderes einfallen lassen. Wie wäre es denn mit einer knalligen Haarfarbe? Grün oder pink wären schön. Oder zumindest Strähnchen in violett. Das wirkt sehr apart und sogar etwas künstlerisch.

Auch eine Haarverlängerung wäre eine originelle Alternative. Mit farbigen Extensions können Sie nicht nur mehr Farbe in Ihr Leben bringen, sondern die Haarlänge über Nacht selbst bestimmen. Dann würde ich gleich zu Gesäßlänge raten. Sonst sind Sie ja wieder vergleichbar mit den Kolleginnen. Die langen Haare lassen Sie sich vielleicht noch in große Locken drehen. Dann sehen Sie besonders zauberhaft aus und bekommen die Anmutung einer Elfe. Ach, ist das schön. Jetzt bereue ich es, ein Mann zu sein.


 

Dieser Beitrag stammt aus dem Buch „Chefsache Frauen. Männer machen Frauen erfolgreich.“, für das Kurt Steindl als Gastautor tätig war. Sein Beitrag trägt den Titel „Die Röcke kurz, die Lippen rot“. Er nimmt darin den beruflichen Aufstieg aufs Korn und zeigt wie es nicht geht, die Karriereleiter empor zu klettern.

>>> Hier geht´s zu den Details


Machen Sie´s gut, Ihr

Kurt Steindl – „Der Serviceflüsterer“

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